Aufbewahrung von Laminatplatten

Schichtstoffplatten von Formica sollten flach und mit den dekorativen Oberflächen einander zugewandt gelagert werden. Wir empfehlen die Verwendung einer Deckplatte zum Schutz der obersten Platte und um den Stapel plan zu halten.

Falls dies nicht möglich sein, wird empfohlen die oberste Platte mit der dekorativen Fläche nach unten zu lagern um Schäden an der Oberfläche und ein Verziehen zu vermeiden.

Die Lagerung erfolgt vollflächig und horizontal. Ist eine horizontale Lagerung nicht möglich oder falls nur kleine Bestände verschiedener Farben und Muster aufbewahrt werden, empfiehlt sich eine Schrägstellung im Winkel von 80° bei ganzflächiger Abstützung und einem Gegenlager auf dem Boden, um ein Abrutschen zu verhindern. Dekorative Schichtstoffe sollten stets zusammen mit entsprechenden Trägermaterialien, Trägerplatten und Klebstoffen bei einer Temperatur von mindestens 18 °C in einem geschlossenen Trockenlager aufbewahrt werden. Wenn die Materialien in eine Werkstatt gebracht werden, die von der Umgebungstemperatur oder Luftfeuchtigkeit abweicht (z. B. nach der Lieferung), wird eine Konditionierung der Materialien vor Verarbeitungsbeginn empfohlen, bis sich die Temperatur stabilisiert hat. Normalerweise sind dafür mindestens drei Tage erforderlich.

Vorbehandlung

Der wichtigste Faktor, um Festigkeit der Verbundplatten zu erreichen, ist die Konditionierung von Kernmaterialien, Belags- und Rückenplatten vor der Verklebung.

Die Konditionierung sorgt dafür, dass die Auswirkungen, die durch die Reaktion der Materialien auf Veränderungen der relativen Luftfeuchtigkeit verursacht werden, minimiert werden.

Die Konditionierung erlaubt es den Laminaten, ein Gleichgewicht zu erreichen. Jede anschließende Bewegung, die durch Luftfeuchtigkeitsveränderungen verursacht wird, ist dann auf jeder Seite der Verbundplatte gleich. Somit verringert sich das Risiko, dass sich die Platte verbiegt.

Dekorative Laminate und Kernmaterialien sollten vor dem Verkleben konditioniert sein, damit alle Materialien ein Gleichgewicht erreichen und weder zu trocken noch zu feucht sind, wobei Letzteres zum Zeitpunkt der Pressung am wichtigsten ist. Optimale Bedingungen werden am besten in einem trockenen Lagerbereich (ca. 20 °C und 50-60 % relative Luftfeuchtigkeit) erreicht.

Die Platten, die die zwei äußeren Flächen der zusammengesetzten Laminatplatte bilden, werden am besten als Paar und mit ihren geschmirgelten Rückseiten zusammenliegend akklimatisiert. Auf diese Weise gepaarte Platten sollten gestapelt und abgedeckt für einen Zeitraum von mindestens drei Tagen ruhen, um das Feuchtigkeitsgleichgewicht zu erreichen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Platten einen fast identischen Feuchtigkeitsgehalt haben, wodurch beim Kleben und bei allen nachfolgenden strukturellen Bewegungen sowohl das Ausmaß als auch die Richtung auf jeder Seite der Verbundplatte ähnlich ausfällt.

Auf Holz basierende Kernmaterialien sollten einen Feuchtigkeitsgehalt von rund 9 % aufweisen. Der Feuchtigkeitsgehalt von Laminaten kann nicht mit einem normalen Feuchtemessgerät gemessen werden, es ist jedoch sehr wichtig, dass die Oberfläche des Laminats den gleichen Feuchtigkeitsgehalt wie die entsprechende Rückenplatte besitzt.

Sollten die Verbundplatten bei der nachfolgenden Anwendung konstant einer geringen relativen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sein (z. B. Heizkörpergehäuse), sollten die Laminate und Kernmaterialien für eine angemessenen Zeitspanne in warmen, trockenen Bedingungen konditioniert werden, damit sich die Materialien zusammenziehen können, um spätere Spannungen durch Schrumpfen zu vermeiden.

Bei Tafeln und Platten mit dekorativen Laminatoberflächen ist es fast immer erforderlich, dass die Rückseite mit einem gleichartigen Material versehen wird, damit die Auswirkungen von möglichen Spannungen bzw. Maßänderungen ausgeglichen werden können.


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